Hälfte einer Divandecke

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Hälfte einer Divandecke

Handweberei Sigmund von Weech, Schaftlach
1929

Wolle, Baumwolle. Handweberei in Rostbraun-, Beige- und Cremetönen. 143 x 110 cm. Min. schadhafte Stellen, Gebrauchsspuren. Die Decke hatte ursprünglich ca. die doppelte Größe und wurde in der Länge gekürzt. Sigmund von Weech (1888 -1982) baute in den 1920er Jahren eine eigene Handweberei in Schaftlach auf. 1931-34 war Leiter der Höheren Fachschule für Textil- und Bekleidungsindustrie in Berlin. Das Flächendesign seiner Stoffe wurde stark von den Gestaltungsprinzipien des Bauhauses beeinflusst. Weech fertigte u.a. Stoffe für Stahlrohrstühle und -sessel von Hugo Junkers. Weech betonte, ähnlich wie Gunna Stötzel, die nach ihrer Leitung der Webereiwerkstatt des Bauhauses Dessau zeitweise bei ihm arbeitete, die Bedeutung der Handweberei bei der Entwicklung von Prototypen von Textilien entsprechend ihrer Funktion im Raum.

Vgl. Europäisches Textildesign der 20er Jahre, Edition Stemmle, Zürich, New York. S. 48 Abb. 21 (identische Divandecke in grau-blau).
Vgl. Das ewige Handwerk im Kunstgewerbe der Gegenwart. Beispiele modernen kunsthandwerklichen Gestaltens. Hg. G.F. Hartlaub. Berlin 1938, S. 23 (zum allgemeinen Vergleich).
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