Einar Forseth* (1892-1988)

Einar Forseth* (1892-1988)

275

Einar Forseth* (1892-1988)

Puhl & Wagner, Gottfr. Heinersdorf, Berlin
Einar Forseth
um 1921

Glasmosaik mit Darstellung des Gottes Apoll auf einem Streitwagen. Polychrome Tesserae, partiell mit Goldfolieneinschmelzungen. 140 x 140 cm. Rückseitig bez. mit Firmenetikett.

1921 bewarb sich der schwedische Künstler Einar Forseth neben Carl Larsson um die Gestaltung des großen Saals im neu errichteten Stadthaus in Stockholm. Seine Idee war diese Halle in byzantinischem Stil als Goldenen Raum ausschließlich mit Glasmosaiken zu gestalten. Thematisch sollten mythologische Szenen gezeigt werden. Forseth fertigte Entwurfszeichnungen an, die von dem weltweit führenden Unternehmen für Glasmosaike, Puhl & Wagner in Berlin, ausgeführt werden sollten. Die eingereichten Probestücke begeisterten die Bauherren, so dass Forseth und Puhl & Wagner im März 1921 den Auftrag für die Ausgestaltung des Saals erhielten. Zwischen 1921 und 1923 wurden hier, wo bis heute der Ball zur Verleihung des Friedensnobelpreises stattfindet, mehr als 18 Millionen Glasmosaiksteine verbaut.  Das hier zur Versteigerung kommende Mosaik mit der Darstellung des Apoll auf dem Streitwagen ist eines der von Puhl & Wagner für den Goldenen Saal angefertigten Probestücke von 1921. Die original Entwurfszeichnung im Maßstab 1:1 befindet sich im Archiv der Architektursammlung des Museums Berlinische Galerie, ebenso wie eine zeitgenössische Fotografie des Probestücks in einer Hängung mit weiteren Mosaiken Forseths.  Vermutlich in den 1930er Jahren wurde das Mosaik mit einer Messingkonstruktion eingefasst und als Tisch umgearbeitet.

Die Archiv-Fotografie wurden abgedruckt mit freundlicher Genehmigung der Berlinischen Galerie, Berlin.

In 1921, the Swedish artist Einar Forseth competed alongside Carl Larsson to the artistic design of the Great Hall in the newly built Stadshus in Stockholm. His idea was to create this hall in Byzantine style as a golden room over and over with glass mosaics. Thematically mythological scenes should be shown.  Forseth delivered draft drawings, which should be carried out by the world leading firm for glass-mosaics, Puhl & Wagner, Berlin. The presented sample pieces impressed the builders so much that Forseth and Puhl & Wagner were awarded the contract for the design of the hall in March 1921. Between 1921 and 1923 more than 18 million glass tesserae were installed here, where the ball to bestow the Nobel Prize is held until present.  The mosaic coming up for auction, depicting Apollo in the Chariot, is one of the specimens which have been made in 1921 for the Golden Hall by Puhl & Wagner.  The original design drawing in scale 1:1 is now in the archives of the architecture collection of the museum Berlinische Galerie, as well as a contemporary photograph of the specimen in a hanging with other mosaics by Forseth.  Probably in the 1930s, the mosaic was edged with a brass construction and fashioned as a table.

Courtesy of the archive-photographs: Museum Berlinische Galerie, Berlin.

Limit:2000,- Euro
Zuschlag:32000,- Euro